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Atlas Archäologie. Die faszinierende Welt unserer Vorfahren


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Einmal in die Hand genommen, wird man dieses Buch so schnell nicht mehr los, denn all diejenigen, die bei Archäologie an dunkle Museen und verstaubte Sammlungen denken, werden hier rasch eines Besseren belehrt. Das zweiteilige und reich bebilderte Buch führt den Leser in die spannende Welt wissenschaftlicher Methoden und was man mit ihnen über das Leben in ferner Vorzeit erfahren kann.

Im ersten Teil des Buches geht es darum, am Beispiel berühmter Fundorte, von der Altsteinzeit über die klassische Antike bis hin zum Industriezeitalter, zu zeigen, welche erstaunlichen und detaillierten Geschichten die Archäologen aus ihren Funden zu lesen vermögen. Was sagen die Funde von Pflanzenresten über Klimaveränderungen, wie können geophysikalische Verfahren beim Aufspüren antiker Städte helfen, wie wird aus tausend kleinen Scherben wieder eine griechische Amphore? Im zweiten Teil des Buches findet sich ein Weltatlas mit detaillierter Darstellung aller bedeutenden Fundorte dieser Welt. Das Kartenmaterial erlaubt die zeitliche Einordnung einer Lokalität, mit Hilfe der anschließenden Ortsliste läßt sich mehr über diesen und jenen Ort erfahren, der ja vielleicht sogar in der direkten Nachbarschaft des Lesers liegt.

Dieses Buch wird eine breite Leserschaft begeistern, denn je nach Vorwissen wird jeder an der Archäologie und Kulturgeschichte interessierte Laie sein Wissen bereichern können. Den Autoren -- der eine Professor für Archäologie, der andere Autor und Produzent populärer Fernsehsendungen -- ist es hier gelungen hohen Sachverstand mit didaktischer Einprägsamkeit zu verbinden, und so entstand ein überaus fundiertes und dabei verständlich illustriertes Buch. Auf diese Weise zeigt die Wissenschaft, die sich im wahrsten Sinne des Wortes mit dem ewig Gestrigen befaßt, auf einmal, wie spannend Geschichte sein kann und wie sie uns schließlich in unsere heutige Welt führt. --J. Schüring

Ganz nett, aber für ernsthafte Studien ungeeignet
Wer aufgurnd des vielversprechenden Titels "Atlas der Archäologie" ein fundiertes Nachschlagewerk für wissenschaftliche Laien erhofft hat, wird von diesem Buch enttäuscht sein. Es ist zwar ganz nett illustriert, aber im Detail vom Informationswert viel zu oberflächlich geschrieben.
Es ist nicht mehr als eine Nebeneinanderreihung von Fotos und Zeichnungen die nur dürftig und ohne Tiefgang erläutert werden. Hätte man alle im Inhaltsverzeichnis genannten Kapitel (Jäger und Sammler/ Jungsteinzeit/ Monumentalbauten/ Erste Städte/ Eisenzeit/ Klassische Antike/ Frühmittelalter/ Mittelalter/ Kolonialzeit/ Industriezeitalter/ Forschungsmethoden) ernsthaft und hintergründig aufgearbeitet, wären auch viel mehr Seiten als die hier benötigten 207 Seiten zu füllen gewesen.
Das beste am Buch ist noch der Teil II (Ortsverzeichnisse): verschiedene Übersichtskarten einzelner Kontinente bzw. Kulturregionen, in denen mittels farblicher Markierung (Legende = Datierung von vor 10.000 vor Chr. bis heute) und Nummerierung die wichtigsten Archäologischen Fundstätte eingezeichnet sind, die auf den folgenden Seiten kurz (ganz kurz!!!) erläutert werden. Das Kapitel über die Forschungsmethoden gibt einen sehr unzusammenhängenden Überblick über die verschiedenen Techniken und Grundprinzipien, ohne aber auf so elementare Begriffe wie die Stratigraphie näher einzugehen.
Fazit: einen "Atlas" den man nicht wirklich braucht, selbst als Nachschlagewerk für Schüler nur eingeschränkt zu empfehlen.

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